(column) LIFE LESSONS FROM A TWENTY SOMETHING


*Da ich inzwischen sehr gerne etwas persönlichere Posts schreibe, welche eher wenig mit meinen Kernthemen Beauty und Travel zutun haben, habe ich in meinem Menü eine neue Rubrik eingeführt: Column. Auch wenn diese keine klassische Kolumnen ansich sind, fand ich den Überbegriff am treffensten. Ich freue mich, wenn ihr auch hier öfters reinschaut!

Eine meiner Lieblingsbloggerkolleginnen, Nici von Zuckerblond, welche ich auch schon privat treffen durfte, wurde vor kurzem 30 – hier hat sie über ihren Geburtstag und auch über das älter werden geschrieben. Seit diesem Beitrag habe ich immer wieder über mein Alter nachgedacht, und wie ich mich in den letzten Jahren verändert habe.

Auch wenn ich noch einige Jahre von der 30 entfernt bin, kann ich mit 24 mich zumindest als mitten in den 20ern und so oder so auch als Twenty Something bezeichnen.

Auch wenn ich vor einigen Jahren nicht damit gerechnet habe, habe ich doch in den Zwanzigern schon einiges für mich selbst gelernt und mich deutlich weiter entwickelt. Diese Learnings möchte ich heute mit euch teilen, um vielleicht den etwas jüngeren unter euch Mut zu machen, aber auch weil ich es einfach sehr spannend finde, wie andere diese Zeit wahrnehmen oder wahrgenommen haben – ich würde mich also freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen als Kommentar mitteilt.



Der für mich persönlich wichtigster Punkt ist, dass ich mich selbst gefunden habe.

Klar, ich bin mit 24 noch nicht in jedem Bereich dort wo ich sein will – und das ist auch gut so, es muss immer Luft nach oben geben können. Natürlich möchte ich noch so einiges in meinem Leben erreichen, aber im Vergleich zu meinen Gedanken im Alter von 16, 18 oder auch 20 weiß ich inzwischen in ziemlich jedem Gebiet meines Lebens zumindest was ich mir wünsche und was ich von meinem Leben erwarte, sei es im Privatleben, beispielsweise welche Freundschaften mir wichtig sind und welche nur Zeitverschwendung, welche Kompromisse ich bei einem zukünftigen Partner machen würde und womit ich absolut nicht klar kommen würde. 

Aber auch beruflich bin ich nun angekommen – auch wenn ich zwar noch mitten in meinem Studium & aktuell im Praktikum stecke weiß ich zumindest, dass ich mir das richtige Studium und mit meinem Praktikum die richtige Branche ausgesucht habe, was mich beides absolut erfüllt. Natürlich weiß ich jetzt noch nicht, wo mich der Wind beruflich in 10 Jahren hinwehen wird – allerdings ist es nach zwei abgeschlossenen Ausbildungen ein unglaublich schönes Gefühl, nun zumindest in der richtigen Richtung zu sein und ich jeden Tag mit Spaß und Freude auf die Zukunft blicken kann. Natürlich gibt es einige Menschen, die dass mit Mitte 20 noch nicht wissen – und das ist auch absolut in Ordnung. Ich möchte euch hiermit nur Mut machen, dass auch wenn ihr jetzt gerade am verzweifeln seid, wohin das Leben für euch hingehen wird – irgendwann werdet ihr wissen was ihr möchtet. Und wenn ihr dann noch nicht am Ziel angekommen seid, ist das auch kein schlimmes Gefühl mehr, da man zumindest weiß, dass man auf das richtige hinarbeitet!

Ein weiterer, persönlicher Punkt ist, dass ich gelernt habe, das man nicht täglich Kontakt – sei es per Smartphone oder persönlich – zu seinen Freunden braucht, um gute Freundschaften zu haben. 

Früher war ich oft enttäuscht, wenn mir Freunde beispielsweise erst nach 3 Tagen antworteten oder ich dachte, ich wäre der Person nicht wichtig, wenn man sich nur alle paar Wochen treffen kann. Da ich inzwischen das Glück habe, viele gute Freunde zu haben, und auch beruflich durch das Praktikum zeitlich sehr sehr eingespannt bin, schaffe ich es selbst nicht mehr mich täglich bei meinen Freunden zu melden, zudem sehe ich die meisten nur alle paar Wochen. Inzwischen weiß ich aber, dass das absolut nichts über die Qualität der Freundschaft an sich aussagt – je älter man wird, desto weniger Zeit hat man, das ist leider eine Tatsache. 

„Wenn jemand dich wirklich mag, findet er auch Zeit für dich“ mag absolut stimmen – trotzdem hat jeder Tag nur 24 Stunden. Nehmt euch Zeit für eure Freunde – stresst euch allerdings auch nicht, wenn sie oder ihr selbst nicht sofort abrufbar seid. Das ist menschlich, und auch hier zählt die Qualität der Zeit wenn ihr euch seht, und nicht die Quantität.



Was ich euch ebenfalls unbedingt ans Herz legen möchte ist, dass ihr nicht jeden und nicht alles mögen müsst.

Natürlich sollte man zu jeder Person freundlich sein und sollte zu keiner Sache/Unternehmung sagen man mag es nicht, ohne es je probiert zu haben. Alle finden Sushi total lecker und hip, ihr bekommt es aber nicht runter? Vollkommen egal, quält euch nicht nur weil ihr Angst habt dann nicht „cool“ zu sein oder die Gruppendynamik zu zerstören. Ihr mögt die neue Kollegin nicht & sie euch auch nicht? Das ist kein Grund beleidigt zu sein. Wie bereits geschrieben, sollte man zu jeder Person freundlich sein, allerdings ist es ganz natürlich, dass man nicht mit jedem Menschen gleich gut klar kommt. Früher habe ich mir teilweise wochenlang den Kopf zerbrochen wieso mich Klassenkameradin xxx offensichtlich nicht so sehr mag, auch wenn ich ihr "nichts getan habe" – zugegebenermaßen konnte ich selbst auch nicht viel mit anfangen. Nicht mit jedem Menschen kann man eine Verbindung aufbauen, und solange man mit jedem auf professioneller Ebene zurechtkommt, reicht das auch und das sollte man auch nicht persönlich nehmen.

Nutzt die Zeit im Studium (und Schule) sinnvoll!

Klar macht es Spaß, als Vollzeitstudent viel Freizeit zu haben - während dem Semester und natürlich vor allem in den Semesterferien. Allerdings "verschwendet" ihr viel Zeit, wenn ihr in den 2, 3 Monaten Semesterferien nichts sinnvolles anstellt - versucht so viele Praktika wie möglich zu absolvieren & sucht euch wenn ihr es zeitlich schafft eine Werksstudentenstelle während dem Semester, natürlich in einem relevanten Gebiet. Abgesehen von der Erfahrung und der Finanzspritze spart ihr so wahrscheinlich einiges an Zeit ein. Seid ihr gerade mit dem Studium fertig, habt aber keine Berufserfahrung, ist es oft schwer sofort eine Vollzeitstelle zu bekommen - oft machen viele daher erst einmal ein 6 Monatiges Praktikum nach dem Studium. Habt ihr allerdings die 3  Jahre während dem Studium diverse Praktika und Werksstudentenerfahrungen gesammelt stehen die Chancen sehr gut, dass ihr direkt nach dem Studium eine Stelle bekommt - oftmals sogar schon in einem von diesen Unternehmen, da ihr die Kontakte hier bereits habt. Zudem macht es im richtigen Unternehmen viel Spaß - mir würde etwas fehlen, wenn ich nur studieren würde, ohne dabei zu arbeiten, weil es mir dann zu "theoretisch" wäre.



„Beruflich“ und auch privat gesehen finde ich es außerdem sehr hilfreich, wenn man sich mit der Zeit ein Netzwerk aufbaut. 

Beruflich gesehen ist das gang und gäbe – auch wenn ich hier natürlich noch nicht allzu viel Erfahrung habe, habe ich schon für mich mitgenommen, dass viele Branchen unglaublich klein sind und sich alle untereinander kennen - somit ist es erst recht hilfreich, Kontakte zu knüpfen. Habt ihr Gastleser von Unternehmen in Vorlesungen? Schreibt euch die Namen auf – das kann nie schaden, sich bei einer späteren Bewerbung auf so etwas zu beziehen. Absolviert ihr ein Praktikum, addet die Mitarbeiter mit denen ihr enger zusammengearbeitet habt in Xing. 

Ebenso finde ich es im Privatleben angenehm, wenn man viele, breit gefächerte Kontakte hat. Natürlich meine ich damit nicht, ihr sollt einen riesigen Freundeskreis aufbauen! An engen Freunden habe ich auch eher einen kleinen Kreis. Aber meiner Meinung nach schadet es nicht, zu einigen Menschen welche man mal kennengelernt hat ab und zu Kontakt hält oder auch gegenüber „Fremden“ offen zu sein – dadurch könnt ihr Interessante Dinge und Menschen entdecken, von deren Erfahrung man profiteren und sich selbst inspirieren kann. Es gibt so viele tolle, spannende Menschen, wenn man nicht immer nur in seinem engen Kreis von Freunden / Kollegen steckt, sondern einfach offen ist kann man tolle Erfahrungen sammeln.

"If you're the smartest person in the room, you're in the wrong room"

Seid offen, freundlich und hört den Menschen zu, was sie tun und was sie interessiert. Wenn man merkt, die Menschen sind nett und interessiert, hilft fast jeder gerne anderen – jedoch nicht, wenn man merkt, dass die Person gerade nicht uneigennützig ist. Eine Hand wäscht die andere und jeder hat seine Stärken– seien das nun handwerkliche Stärken, tolle Reisetipps oder auch Wissen in einem anderen Gebiet - einer Freundin, welche relativ frisch ihr eigenes Label rausgebracht hat (dazu kommt bald ein separater Blogpost ;) ) habe ich sehr viele Tipps zu Social Media Nutzung, Influencer Marketing etc. gegeben. Man sollte jedem Menschen zuhören – wenn man es zulässt, kann man sich gegenseitig helfen, in den unterschiedlichsten Bereichen - auch wenn man anfangs vielleicht denkt, dass man nicht viel gemeinsam hat.

WICHTIG ist jedoch, dass ihr nicht „gefaked“ freundlich sein solltet, nur um von den Personen beruflich oder privat zu profitieren. 

Welche Erfahrungen habt ihr in den Zwanzigern für euch mitgenommen? Oder seid ihr selbst jünger und können euch meine "Lebenslektionen" vielleicht weiterhelfen/inspirieren?
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Kommentare:

  1. Das hast du toll geschrieben, ich bin mittlerweile auch schon 26. :( Ich habe eine Arbeit die mir sehr viel Spaß macht. Und nun bauen wir ein Haus. Natürlich weiß ich auch nicht was ich in 10 Jahre mache. :)

    LG Jasmin

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    1. Wow, ein Haus! Das freut mich zu hören :)

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  2. Sehr gut geschrieben, Liebes. Ich kann deine Erfahrungen und Gedanken nachempfinden und deine Ratschläge genau so weitergeben. Das ist auch der Grund, warum ich mein 30. Geburtstag so positiv feier. Wenn ich daran denke, wie unsicher und orientierungslos ich mit Anfang 20 war, bin ich froh jetzt 30 zu sein. Es fühlt sich gut an.

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    1. Ja das glaube ich dir! Ich bin gespannt, was sich noch in den nächsten Jahren so verändern wird, und wie man in 5-10 Jahren auf die heutige Zeit zurückblickt :)

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  3. Ich finde deinen Post klasse und kann nur sagen, dass Kontakte im Berufsleben einfach so wichtig sind. Außerdem sehe ich viele Punkte genauso wie du, beispielsweise das mit den Freunden. Ich habe auch nur ein paar wenige Freunde aber dafür richtig gute, auf die ich mich verlassen kann. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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  4. wertvolle tipps für eine anfang-zwanzigerin... ich habe schon ein wenig bammel vorm berufsleben auch wenn ichs eigtl kaum erwarten kann. man fühlt sich wie ein kleiner fachidiot in seinem viel z utheoretischen studium und deswegen kann man sich nciht vorstellen arbeitstechnisch etwas richtiges amit zu machen. aber danke für die tipps. ich werde sie beherrzigen!!!
    LG aus dem meran wellnesshotel
    Claudia

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    1. Jaaa das kenne ich.. aber ich denke Bammel musst du nicht haben :) meistens sind die Kollegen ja nett und helfen gerne & man gewöhnt sich unglaublich schnell ans Arbeiten, zumindest ging mir das bisher in jedem Praktikum / Werksstudentenstelle so :)

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  5. zu erst einmal, ich finde die fotos so schön
    witzig wir sind gleich alt und viele deinerratschläge kann ich mir wirklich zu herzen nehmen.
    ich lerne gerade auch noch selbst über mich, fühle mich manchmal wirklich wie ein kleiner grünschnabel :D


    alles Liebe deine AMELY ROSE

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    1. das freut mich :) ja ich finde sogar, teilweise fühlt man sich in unserem Alter noch unsicherer als mit 18 - da dachte ich manchmal ich weiß alles und genau so und so will ich das machen - in unserem Alter weiß man, es lässt sich nicht alles planen und man lernt aus Erfahrungen :)

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  6. Schön geschrieben! Ich bin 22, habe aber bereits auch schon einige Dinge festgestellt, die man hätte schon früher so machen können. Vor allem den Punkt, alles aus seinem Leben rauszuholen. Früher zum Beispiel, habe ich mir immer 3 mal überlegt, ob ich nun zu diesem Konzert gehe oder mal einen Kurztrip in diese Stadt buche.. und heute denke ich mir, wenn man Zeit hat, sollte man es einfach machen. Das ist immer die beste Devise um das Beste aus seinem Leben herauszuholen. :)
    <3 michelle // covered in copper

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    1. Oh ja ich weiß genau was du meinst. Ich habe auch einige Dinge früher nicht mitgemacht wo ich mir inzwischen denke - wieso hast du das damals nicht gemacht? Heute versuche ich wie du jede Gelegenheit zu nutzen :)

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ABOUT


Ich bin Isy bzw. Isabell, bin 24 Jahre alt und studiere Onlinekommunikation. Ich blogge hauptsächlich über Beauty, natürlich gibt es zwischendurch auch Themen wie Rezepte oder Outfits sowie Fotos von Shootings oder Urlauben.

Der Blogname Beauty/Beast soll auf meinen Stil anspielen, denn bei Makeup sowie Kleidungsstil mag ich sehr gerne den verspielten Look mit zarten Farben und eleganten Accessoires (Beauty) - aber ebenfalls sehr gerne den rockigen mit Smokey Eyes und Lederjacke (Beast).

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